Die kuppelförmigen, oft riesigen, meist tagnahen Einbaue mit markant runden Oberflächenformen werden allgemein als uralte, vorgeschichtliche Feuersetzungskavernen angesehen. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass diese Vortriebstechnik gelegentlich auch in der Neuzeit angewandt worden ist. Als sicheren Beweis urgeschichtlicher Entstehung ist nur der Fund datierbarer Hinterlassenschaften anzusehen.

Nun hat 1975 Dr. Peter Gstrein im Revier „Burgstall“ auf 1.300 m ü.M. im „Ivanuslauf“ in Feuersetzungsbauten urnenfelderzeitliche Keramik gefunden und damit einen sicheren Hinweis auf urgeschichtlichen Bergbau geliefert.
Spätere Untersuchungen brachten zudem typisches urgeschichtliches Bergbaugerät wie Reibplatten mit Klopfsteinen oder Rillenschlägel zum Vorschein.

Archäologen des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Innsbruck (G. Goldenberg, M. Staudt et al.) untersuchten im Jahr 2007 Feuersetzungsbaue im Maukental (Gemeinde Brixlegg) sowie die Überreste einer vorgeschichtlichen Erzwaschanlage im nahen Schwarzenbergmoos. Radiokarbondaten in Verbindung mit dendrochronologischen Analysen (Jahrringanalysen) an Hölzern ergaben eine Datierung in die Spätbronzezeit (855 bis 707 v.Chr.).

Allmählich stellte sich heraus, dass im gesamten Bergbaugeviert Schwaz-Brixlegg bereits in vorgeschichtlicher Zeit intensiv Kupfererz abgebaut wurde.

Die ältesten Hinweise auf prähistorische Kupferverhüttung fanden jedoch Archäologen (R. Krauss, M. Hujismans) in Brixlegg am Fuße des Mariahilfbergls: Neben Steingeräten wie Pfeilspitzen, Kratzer und Klingen entdeckten sie auch Kupferartefakte (Schmuck) sowie Kupferschlacken aus der Jungsteinzeit.
Die Radiokarbonuntersuchung bewies eine Verwendungszeit um 4.400 v. Chr..

Dr. Max Ciresa